Neue Brille- Was zahlt die GKV?
Brillenträger können nur zu gut ein Lied davon singen. Wird nach einigen Jahren einfach eine neue Brille fällig, dann wird es in der Regel teuer. Denn egal ob man „nur“ neue Gläser, mit einer angepassten Sehschärfe braucht, oder ob man sich auch direkt ein neues Brillengestell gönnen möchte, die Kosten dafür betragen schnell mehrere hundert Euro. Auf einen Zuschuss der gesetzlichen Krankenkasse braucht man sich nur dann Hoffnungen machen, wenn man das 18. Lebensjahr noch nicht erreicht hat oder wenn man stark sehbehindert ist.
Was leistet die Brillenzusatzversicherung?
Welche Leistungen in der Brillenzusatzversicherung enthalten sind hängt natürlich stark vom gewählten Versicherungsanbieter ab. Normalerweise erstattet der Anbieter einer Brillenzusatzversicherung einen bestimmten Prozentsatz von den Kosten, die bei der Anschaffung einer neuen Brille entstehen. Es kann aber auch vorkommen, dass der vereinbarte Prozentsatz nur dann erstattet wird, wenn sich die Sehstärke um mindestens 0,5 Dioptrien verschlechtert hat. In anderen Versicherungsmodellen wird zwar ein bestimmter Prozentsatz erstattet, allerdings darf dabei ein bestimmter Höchstbetrag nicht überschritten werden.
Hat der Augenarzt oder Optiker beispielsweise eine Verschlechterung der Sehstärke um 0,5 Dioptrien festgestellt, und der Patient lässt sich daraufhin vom Optiker eine neue Brille anfertigen, dann bedeutet dies nicht zwangsläufig, das die Brillenzusatzversicherung 80 oder sogar 100 Prozent der Kosten übernimmt. Vielmehr zahlt die Versicherung nur den vertraglich vereinbarten Höchstbetrag, mit dem unter Umständen nur die Kosten für das exklusive Designergestell abgedeckt werden könnten.
Lohnt sich eine Brillenzusatzversicherung?
Eine Brillenzusatzversicherung gehört zu den so genannten ambulanten Zusatzversicherungen, die leider in der Regel nur in einem Versicherungspaket zu bekommen sind. Wer also lediglich eine Brillenzusatzversicherung abschließen möchte, der wird meistens vergeblich fündig werden, denn häufig sind in diesem Versicherungspaket auch Hörgeräte und andere medizinische Hilfsmittel, wie beispielsweise orthopädische Einlagen, enthalten. Wer also bis auf seine Sehschwäche körperlich fit ist, für den lohnt sich der Abschluss eines gesamten Versicherungspaketes wahrscheinlich nicht. Hier ist es sinnvoller die gesparten Beiträge in den Kauf einer neuen Brille zu investieren.


